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Jeder weiß, dass stundenlanges Sitzen am Schreibtisch oder vor dem PC und einseitige Belastung ohne entsprechenden Ausgleich zu Fehlhaltungen und Rückenschmerzen führen kann. So erging es auch mir. Um dem entgegen zu wirken habe ich nach einem geeigneten Sport gesucht und für mich Pilates entdeckt. Wenn ich davon erzähle, werde ich häufig gefragt: „Was ist eigentlich Pilates?“ In der Literatur wird Pilates als systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur beschrieben. In erster Linie wird eine Stärkung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur angestrebt. Es werden vor allem die tief liegenden, kleinen, aber meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Dies wirkt sich bei regelmäßigem Training positiv und langfristig gegen Rückenschmerzen aus. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden. Bewusste Atmung spielt bei Pilates eine wichtige Rolle. Sie soll Verspannungen entgegenwirken und die Kontrolle über den Körper erhöhen. Mit Hilfe von Konzentration sollen Körper und Geist in Harmonie gebracht und die Körperwahrnehmung erhöht werden. Zusätzlich zu dem beschriebenen Trainingserfolg lassen sich auch andere positive Nebeneffekte beobachten, die das Wohlbefinden steigern. So wird die Beweglichkeit insgesamt verbessert und es entwickelt sich ein Bewusstsein für eine gesunde Körperhaltung, dass man letztlich auch in den Alltag übernimmt. In der letzten Woche berichtete eine Teilnehmerin sogar, dass sich ihr Lungenvolumen vergrößert hat, seitdem sie regelmäßig am Pilates teilnimmt. Pilates ist für jedes Lebensalter sowie für Mann und Frau geeignet. Die Teilnehmer in unserer Gruppe sind zwischen 30 und 70 Jahre alt und zu den vielen Frauen haben sich auch ein paar Männer getraut. Da keine speziellen Sportgeräte erforderlich sind, können die erlernten Übungen überall und jederzeit ausgeübt werden. Man benötigt lediglich eine Matte. Wichtig ist aber eine fachliche Einführung in die Methode, damit sich keine Bewegungs- und Haltungsfehler einschleichen. Kerstin Brandt |
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